Heilhypnose

Auch die Heilhypnose ist eine altbewährte Therapieart, die weit vor unserer Zeitrechnung entstanden sein muss. Zum Beispiel findet man in einem ägyptischen Papyrus (Papyrus Ebers), welches mindestens schon dreitausend Jahre alt ist, genaue Beschreibungen der damaligen Hypnosemethoden. Aber nicht nur die Ägypter, nein, auch die Inder, Griechen und Römer entdeckt schnell die Kunst des „Heilschlafes“. Zur heutigen Zeit wird die Hypnose teilweise auch etwas missverstanden, da in Showhypnosen Patienten etwas machen sollen, welches alle andere als lustig oder erstaunlich empfinden. In Wirklichkeit kann aber kein Mensch zu etwas getrieben werden, was total gegen seinen Typus spricht. Wenn einem Patienten etwas gesagt wird, was ihm nicht passt oder gefällt, so wacht die „Versuchsperson“ auf.

Was ist der Unterschied zwischen Schlaf und Hypnose? Also:

Hypnose Schlaf
erhöhte Aufmerksamkeit auf Suggestionen keine Aufmerksamkeit
der Patient hört jedes Wort und Geräusch die Reizaufnahme ist praktisch blockiert
geringgradig kritisch keine kritische Stellungnahme
Bewußtsein eingeengt, aber wach Bewußtsein blockiert
zeitliche und räumliche Orientierung orientierungslos
Erinnerungsvermögen meistens Erinnerungsvermögen selten
ansprechbar nicht ansprechbar

Was ist eine Suggestion?

Ist ein beschriebenes Bild, welches sich im Unterbewußtsein abbildet. Bei der Hypnose erzeugt man durch Beschreibung im Unterbewußtsein ein Bild. Das kann positiv (es ist mehr da) oder negativ (es fehlt etwas) sein. Dadurch erkennt das Unterbewußtsein, was richtig sein soll.

Hypnose in Fakten:

1. Hypnose hat nichts mit Magie oder übernatürlichen Vorgängen zu tun.
2. Hypnose ist nicht gleichbedeutend mit künstlicher Einschläferung. Sie variiert stark in ihren Symptomen und ist von den verwendeten Methoden abhängig.
3. Hypnose ist nicht glecihbedeutend mit Suggestion, obwohl sie die Suggestibilität deutlich erhöht.
4. Mit Hilfe der Hypnose kann man nicht nur funktionelle Krankheiten beeinflussen, sondern auch schwere organische Störungen, und zwar im positiven wie auch im negativen.
5. Der erreichte Grad der Hypnose sowie der hypnosuggestiven Beeinflussung hängt im höheren Grad von der gesamten nervlichen Situation des Hypnotisierten ab, und zwar insbesondere von seiner Psychoaktivität oder Psychopassivität, also seiner Vorstellungskraft.
6. In der Hypnose können fast beliebige Sinnestäuschungen suggeriert werden, und zwar positive ebenso wie negative.
7. Hypnose und Schlaf sind nicht identisch; die Hypnose ist jedoch, ebenso wie der Schlaf, Bestandteil jeden menschlichen und tierischen Lebens.
8. Jeder, der schlafen kann, kann auch hypnotisiert werden, lediglich die Tiefe und die Symptome der Hypnose sind individuell verschieden.
9. Die Hypnose ist kein Allheilmittel, aber in der Hand des guten Hypnotherapeuten eine wunderbare Möglichkeit, anderen zu helfen.

Ist Hypnose gefährlich?

Nach Jahren von Studien und Versuchen sind keine Gefahren oder Nebenwirkungen bekannt. Auch mir sind bislang noch keine Situationen begegnet, in denen in irgendeiner weise die Hypnose problematisch verlief. Nach einer gewissen Zeit verfällt die Hypnose irgendwann in einen Schlaf, so dass der Hypnotisierte auch ohne den Therapeuten irgendwann erwachen würde.

Wenn Sie noch Fragen zur Hypnose haben, einfach übers Kontaktformular.