Osteopathie

Man kann 3 große Teilbereiche in der Osteopathie unterscheiden:

– Parietale Osteopathie (Untersuchung des Bewegungsapparates)
– Viscerale Osteopathie (Untersuchung der Organe)
– Cranio-Sacrale Osteopathie (Untersuchung des Schädels und dessen Auswirkungen auf das Kreuzbein)

Bei der Osteopathie sucht man in diesen drei Bereichen nach Gründen und Zusammenhänge für funktionelle Störungen des Körpers unterschiedlichster Art.
Die Osteopathie unterliegt bestimmten Prinzipien. So geht man von einer Wechselwirkung zwischen Strukturen und der Funktion aus, so dass eine Struktur intakt sein muss, um zu funktionieren, aber auch andersherum immer in Funktion bleiben muss, damit die Struktur nicht leidet. Ein weiteres Prinzip ist es, den Körper als biologische Einheit zu sehen, so dass dieser Körper als Ganzes betrachtet werden sollte und somit auch unterschiedlichste Probleme, vielleicht am anderen Ende des Körpers Störungen verursachen können. Das letzte Prinzip ist das der Selbstregulation. Man geht davon aus, dass der Körper sich selbst heilen kann, wenn es keine anderen Einschränkungen mehr gibt.
Die Behandlung sieht vor durch sanfte manuelle Techniken die Bewegung von festen Strukturen zueinander wieder zu verbessern und somit zum Beispiel eingeengten Nerven wieder Platz zu schaffen. Häufig lässt man zwischen den Behandlungen mindestens eine Woche Zeit vergehen, damit die Veränderung erst einmal wirken kann und die neue Situation wieder beurteilt werden kann.

Die Entstehung der Osteopathie geht zurück auf Andrew Taylor Still (1828-1917). Nachdem er als Arzt in der Medizin nicht richtig zu den medikamentösen Behandlungen vertrauen finden konnte, erforschte er den Muskel- und Skelettapparat, um darüber Einflüsse auf den Körper zu optimieren. Seine Erfolge ließen die Patienten schon nach einigen Jahren Schlange stehen und so gründete er die erste Schule 1892 – das American Osteopathic College of Osteopathy und bildete hier bis zu seinem Todestag über 3000 Doktoren der Osteopathie aus. Seine Erkenntnisse nahmen immer mehr Einzug in die medizinischen Lehren. In Europa gibt es mittlerweile viele osteopathische Schulen. Eine der größten und bekanntesten Schulen ist die The International Academy of Osteopathy (IAO).

Noch ein Paar Informationen zur Erstattung durch die Krankenkasse:
Manche Krankenkassen übernehmen teilweise osteopathische Behandlungen bzw. erstatten einen Teilbetrag davon, wenn die Therapeuten in bestimmten Therapeutenlisten aufgeführt sind. Ich bin in einer solchen Liste aufgeführt  (Verband: VFO, Mitgliedsnummer: 1278).
Ob und unter welchen Bedingungen Ihre Krankenkasse etwas zu einer osteopathischen Behandlung dazugibt, erfragen Sie am Besten bei Ihrer Versicherung oder schauen unter www.osteokompass.de nach (Aktualität kann ich leider nicht garantieren).